IOTA - eine Chancen-Risiken-Analyse aus Investorensicht [1. Entwurf]

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Roliok
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vor 8 Monaten

IOTA – eine Chancen-Risiken-Analyse aus Investorensicht
Stand: April 2018

Herzlich willkommen bei IOTA-Talk, eurem deutschsprachigen IOTA-Forum! In den nachfolgenden Ausführungen möchte ich euch einen kurzen Überblick über IOTA geben und detailliert auf die möglichen Chancen und die Risiken eingehen. Inhaltlich wird es hier nicht um die Technik gehen, sondern um relevante Gesichtspunkte für reine Investoren, d. h. mit Bezug zu realwirtschaftlichen Gegebenheiten. „Aus Investorensicht“ meint hierbei, dass ich selbst in IOTA investiert habe, nachdem ich alle nachfolgenden Punkte für mich analysiert und die Chancen und Risiken abgewogen hatte.

Vorab schon einmal der Hinweis: die hier zusammengetragenen Informationen sind nach bestem Wissen und Gewissen aufgeführt. Die Thesen und Meinungen sind, wie der Name schon suggeriert, keine Fakten und von daher unverbindlich. Dieser Post soll nur eine Hilfestellung in Bezug auf ein Investment in IOTA sein und dem Ein oder Anderen vielleicht noch zusätzliche Gedankenimpulse geben.

Bitte investiert niemals mehr, als ihr tatsächlich bereit seid, zu verlieren. So schön sich hier manche Sachen auch anhören werden und so massiv die möglichen Renditechancen auch sind, es ist keineswegs in Stein gemeißelt, dass IOTA Erfolg haben wird. Wir stehen noch ganz am Anfang der weiteren Entwicklung und niemand kann sagen, was passieren wird.

Damit aber genug der Hinweise und Erläuterungen – stürzen wir uns ins Getümmel!

1. Was ist IOTA?
IOTA ist eine Kryptowährung, die - vereinfacht gesagt - darauf abzielt, im Internet of Things (kurz: „IoT“) die automatisierte und gebührenfreie Bezahlung („M2M-Payments“) und den Datenaustausch von Maschinen untereinander zu ermöglichen. Dabei bedient sie sich nicht der herkömmlichen Blockchain-Technologie, sondern arbeitet mit dem innovativen Konzept eines „Tangle“ (deutsch: „Gewirr“). Im Tangle gibt es eine „chaotische“ Ordnung. Es wird nicht Block um Block aneinandergereiht, sondern jede neue Transaktion muss zwei vorherige Transaktionen bestätigen. Sämtliche Transaktionen können also parallel laufen. Dieses Konzept soll durch die einzigartige Funktionsweise eine nach oben hin offene Skalierung ermöglichen, da mit steigender Anzahl der Transaktionen auch die Bestätigungsraten ansteigen, statt sich genau gegenläufig zu entwickeln, wie es derzeit bei „herkömmlichen“ Blockchains der Fall ist. Dabei steht auch die Gebührenfreiheit im Fokus, die es ermöglichen wird, sogenannte „Micropayments“ durchzuführen und auch für Daten-Kleinstmengen sinnvoll bezahlen zu können. Der Coin „MIOTA“ (1 MIOTA = 1.000.000 IOTA) soll dabei als das M2M-Zahlungsmittel weltweit fungieren.

2. Wer steht hinter IOTA?
IOTA wurde von vier Personen – alle mit jahrelanger Erfahrung im Kryptobereich - gegründet. Die IOTA Foundation ist eine gemeinnützige Stiftung mit Hauptsitz in Berlin und weiteren Zweigstellen weltweit. Gerade befinden wir uns hier in einer Phase, in der mit höchster Priorität neue Mitarbeiter eingestellt werden, die alle erdenklichen Aspekte des Projekts vorantreiben. Wer sich detailliert mit den einzelnen Mitgliedern auseinandersetzen will, kann dies gerne in den entsprechenden Medien (z. B. reddit, diverse Foren, diverse Medium-Posts etc.) tun. Aus Platzgründen werde ich hier nicht viel tiefer einsteigen.

Die Chance für IOTA: IOTA hat als komplett neues und innovatives Projekt mit gut gepolstertem Finanzgürtel derzeit alle Möglichkeiten, die TOP-Leute im Kryptobereich mit an Bord zu holen. Die Vitas der einzelnen Mitglieder der Foundation lesen sich größtenteils auch dementsprechend beeindruckend und zielen auf viele zukünftig wichtige Bereiche ab (ein Beispiel, um diese Aussage zu konkretisieren wäre Julie Maupin, die im Finanzministerium im Fintech-Ausschuss sitzt und zusätzlich auch noch in entsprechenden G20-Projekten mitwirkt – somit also eine einflussreiche Position im Hinblick auf zukünftige Regulierungen und Gesetzesentwürfe besitzt).

An dieser Stelle möchte ich noch einen gesonderten Hinweis auf den Founder „Sergey Ivancheglo“ geben. Mit einer absolut beeindruckenden Vita (Founder der Kryptowährung NXT; Vorreiter beim Proof-of-Stake-Konsensus; Founder von JINN) kann man hier durchaus eine Parallele zu einer solchen „Blockchaingröße“ wie Vitalik Buterin ziehen. Wer sich für das Team im Detail interessiert, sollte sich daher zwingend auch etwas eingehender mit ihm beschäftigen.

Das Risiko für IOTA: die besten Mitarbeiter sind natürlich auch dementsprechend teuer. Hier kann man nur hoffen, dass die Foundation mit ihrem Geld sinnvoll wirtschaftet und für Notfälle auch einen ganzen Berg voll Fiatgeld in Reserve hält, wenn der Kryptomarkt sich mal in einer längeren Bärenphase befinden sollte. Bekannt ist zu diesem Thema allerdings nichts Offizielles.

Weiterhin ist negativ anzuführen, dass sich die Entwickler in den sozialen Medien häufig unprofessionell zeigen, nicht wirklich kritikfähig sind und gelegentlich auch sehr schnell ausfallend werden – auch gegenüber eigenen IOTA-Investoren, die „unangenehme“ Fragen stellen. Das alles hat einen faden Beigeschmack und wirkt gelegentlich so, als wäre das Team etwas überfordert mit dem Projekt.

Meine persönliche Einschätzung: das gute Team und deren Fähigkeiten überwiegen die negativen Tendenzen bei Weitem. Auch stören sich größere Partner in der Industrie offensichtlich nur wenig an den „markanten“ Persönlichkeiten, wie diverse Partnerschaften (siehe späterer Punkt) auch unterstreichen. Ich kritisiere dieses Verhalten selbst häufig, bin mittlerweile aber diesbezüglich etwas gelassener. Folgendes sollte man sich vor Augen führen: macht es wirklich Sinn, bei einem jungen, innovativen und vermutlich weltverändernden Start-Up wie IOTA den Fokus auf die konventionellen und alteingefahrenen „Oldschool“-Businesspraktiken zu legen? Seit ich mir diese Frage gestellt habe, sehe ich das nicht mehr ganz so kritisch. Am Ende zählt nur die Leistung.

Bezüglich der Finanzierbarkeit kann man nur hoffen, dass hier kein Murks gemacht wird. Sollte das Projekt aber wirklich von Seiten der Industrie in den nächsten Jahren als „die Zukunft“ angesehen werden, werden die künftigen finanziellen Mittel zur Projektvollendung wohl das geringste Problem sein.

3. Warum ist das Internet of Things so wichtig und von welchen Zahlen sprechen wir hier?
Das Internet of Things ist der Megatrend der nächsten Jahre. Durch die Verbindung sämtlicher Geräte und Maschinen mit dem Internet ergeben sich massive Potenziale in der Effizienzverbesserung, Steuerungsvorteile, Datenaustausch und –auswertung, Automatisierungen und der generellen Verbesserungen der menschlichen Lebensqualität durch Vereinfachungen.

Viele Studien und Prognosen zu diesem Thema gehen von einer weltweiten Anzahl an IoT-Geräten im Jahr 2020 zwischen 20 Milliarden und 25 Milliarden aus. Im Jahr 2025 bewegen wir uns dann schon zwischen 50 Milliarden und 100 Milliarden Geräten. Unabhängig davon, wer am Ende Recht behält – es ist stark zu vermuten, dass das Wachstum auch hier, ähnlich wie in jedem Technologie-Trend der letzten Jahre, stark exponentiell verlaufen wird.

Die Chance für IOTA: wir reden hier von möglicherweise 100 Milliarden Geräten im Jahr 2025, die alle miteinander kommunizieren, Daten austauschen und sich gegenseitig bezahlen. Man muss kein Mathematikgenie sein, um ungefähr abschätzen zu können, was das für eine unglaubliche Menge an Bezahlvorgängen bedeutet. IOTA kann wahrlich „das Rückgrat des IoT“ (Zitat der Foundation) werden.

Das Risiko für IOTA: IOTA selbst hat keinerlei tatsächlichen Einfluss auf die Entwicklung des Internet of Things. Wenn die „Großen“ der Industrie die notwendige Infrastruktur, Hardware und Gegebenheiten nicht bereitstellen können, wird IOTA trotz einer dann möglicherweise zu 100% einsatzfähigen Funktion keinerlei Anwendungsbereiche finden.

Meine persönliche Einschätzung: Die Chance überwiegt hier deutlich das Risiko. Das Internet of Things ist ein viel zu wichtiger Trend mit viel zu viel Potenzial, als dass die Industrie hierfür keine passenden Lösungen finden wird. Das IoT wird unzweifelhaft kommen – die Frage ist nur, wie schnell oder langsam das tatsächlich gehen wird.

4. Welche Anwendungsfelder könnte IOTA in Zukunft haben?
Grundsätzlich kann man sagen: fast jede Branche wird mit dem IoT verknüpft werden und daraus Vorteile ziehen. IOTA kann also universell eingesetzt werden und so auf extreme Nutzungsraten kommen. Nichtsdestotrotz lohnt es sich durchaus, sich ein paar Beispiele zu überlegen und etwas näher zu betrachten.
  • Autos & Mobilität: das wohl meistgewählte Beispiel in Bezug auf ein Anwendungsfeld von IOTA – das eigene Auto bezahlt den Parkplatz in der Innenstadt von selbst und rechnet mit der mit dem IoT verbundenen Parkuhr minutengenau ab. Die Welt der KFZ-Zahlungen reicht aber natürlich noch viel weiter. Energie und Kraftstoff (vermutlich zukünftig eher Elektrizität als Benzin, möglicherweise aber auch Diesel mit der frisch von Bosch angekündigten Schadstofftechnik), Steuer, Versicherung, Datenankauf oder Datenverkauf (wo ist Stau, wo freie Parkplätze, welche Alternativrouten etc.), Gebühren für Carsharing, Zahlungen für automatisiertes „LKW-Kolonnenfahren“ mit Windschattennutzung, Werkstattarbeiten und vieles mehr. Autonome Autos der Stufe fünf mögen derzeit noch nicht ausgereift sein, werden in den nächsten Jahren aber definitiv kommen. Ein heute geborenes Kind wird vermutlich keinen Führerschein mehr machen. Und dessen Kinder wiederum werden vermutlich nicht mehr wissen, dass man „früher“ mal eigene Autos besessen hat.
  • „Smart Cities“: die intelligenten, miteinander vernetzten Städte. Um erst einmal beim Thema Auto zu bleiben: Straßen, Ampeln, Brücken, Verkehrsführungssysteme, Parkhäuser kommunizieren mit den KFZ, ermöglichen ein deutlich effizienteres Fortbewegen und sammeln nebenbei noch jede Menge wertvolle Daten, welche mittels Micropayments mit IOTA verkauft werden. Nur kurz zur Verdeutlichung, wie weit die Technik hier teilweise heute schon ist: moderne Brücken haben z. B. bereits Sensoren verbaut, die automatisch an die zuständigen Stellen melden, wenn die Brücke „marode“ wird und Sanierungsbedarf besteht. Weitere, extrem wichtige Anwendungsfelder in der „Smart City“ sind z. B. die Stromerzeugung und –verteilung, generelles Energiemanagement, Wasser- und Abwassersteuerung, Müllentsorgung etc. Sämtliche dieser Punkte könnten über den Tangle laufen und dabei notwendige Zahlungen über IOTA durchgeführt werden.
  • „Smart Home“: von der intelligenten Stadt zum intelligenten Haus. Bestimmte Funktionen hiervon nutzen Einige von uns bereits heute schon – z. B. das Steuern der Heizungsfunktion oder von Rollos mit dem Smartphone. Weitergehende Beispiele sind hier u. a. der Kühlschrank, der selbstständig beim nächstgelegenen Supermarkt Essen nachbestellt oder der Rasensprinkler, der für einen Wetterdatenstream bezahlt und bei hoher Regenwahrscheinlichkeit nicht sinnlos Wasser verschwendet. Auch hier sind unzählige weitere Anwendungen denkbar.
  • Supply Chain: die Supply-Chain kann man wohl generell als eines der am meisten von der Blockchaintechnologie profitierenden Felder betrachten. Die „Ware“ wird mit Chips („RFID“) und Sensoren versehen, die alle möglichen Daten und Informationen erfassen, über den Tangle unveränderbar speichern und damit für alle abrufbar machen. Durch diese Funktion werden so einige Dinge möglich, die heute (häufig aufgrund von mangelndem Vertrauen der verschiedenen Parteien) eher schwierig sind. Produkte können fälschungssicher gemacht werden. Jedes einzelne Kettenglied der Supply-Chain kann zweifelsfrei nachverfolgen, wo wann und wie welcher Produktionsschritt erfolgt ist. Das Tracking, das wir heute bereits heute von den ganzen Paketzustellern kennen, kann auf sämtliche Bereiche der Industrie ausgeweitet werden – und das plötzlich ohne größere Schwierigkeiten sogar unternehmens- und nationalitätsübergreifend. Sämtliche produzierenden Maschinen können mit dem IoT verknüpft werden und liefern bereits verfrüht mögliche Fehlerhinweise, so dass der Produktionsausfall und ggf. Lieferverzögerungen, welche die gesamte Lieferkette beeinträchtigen, durch rechtzeitige Maßnahmenergreifung deutlich minimiert werden.

    Auch die Champions-League des Supply-Chain-Managements könnte davon profitieren, auch wenn hierfür noch viel Arbeit notwendig sein wird. Wir reden hier von der konkreten Abstimmung sämtlicher beteiligter Parteien über die Produktionsmenge: „wann muss wo wie viel verfügbar sein?“
    Beispiel:
    Besteht heute plötzlich eine deutlich höhere Nachfrage nach dem neuen 3er BMW als kalkuliert, müssen erst sämtliche Glieder der gesamten Kette informiert werden, eigene Prognosen erstellen, mit ihren jeweiligen Lieferanten verhandeln und den ganzen logistischen und produktiven Aufwand stemmen. Die Supply-Chain von BMW ist so endlos lang, dass einem allein bei der Vorstellung daran schon schlecht wird. Die Konsequenz ist also, dass dieser Prozess enorm viel Zeit in Anspruch nehmen wird – viel zu viel Zeit! In dieser Phase verschenkt BMW dann massiv Umsatzpotenzial, weil einfach nicht genügend 3er BMWs verfügbar sind und die möglichen Kunden sich anderen Fahrzeugen zuwenden. Bis die erhöhte Nachfrage dann mal über alle Kettenglieder hinweg optimal bedient werden kann, ist der 3er-Boom vielleicht auch schon wieder vorbei. BMW hockt dann auf massenweise nicht verkauften Autos und muss dafür teure Lagerhallen anmieten. Die Teileabnahme von Zulieferern wird in der Folge wieder gedrosselt, was natürlich auch wieder den ganzen Rattenschwanz bei sämtlichen Zulieferern nach sich zieht. Es sind zu viele Maschinen oder Arbeiter vorhanden, die Lagerhallen platzen aus allen Nähten – es entstehen auch hier enorme Kosten. Deswegen ist das die „Champions-League“ – hier entstehen jährlich weltweit endlose Kosten im Milliardenbereich. Das eine Hauptproblem: die Zeitverzögerung durch lange Kommunikationswege. Das zweite Hauptproblem: die falsch oder unzureichend weitergegebenen Informationen durch lange Kommunikationswege (Beispiel aus unserer Kindheit: Flüsterpost).

    Diese beiden Probleme könnten durch ein „Zuliefererproduktionsmonitoring“ und „Endverkaufsmonitoring“ auf dem Tangle weitestgehend eliminiert werden. Das erste Problem wird hierdurch gelöst, da alle Kettenglieder in Echtzeit Zugriff auf die entsprechenden Tangle-Auswertungen haben und bereits im Voraus Trends erkennen und sich besser mit allen Kettengliedern abstimmen können. Das zweite Problem wird durch die Unveränderbarkeit verbessert, da alle die exakt selbe Informationsbasis haben und es zu keinem Informationsverlust kommen kann.

    Zum Abschluss dieses Anwendungsfelds möchte ich nur noch kurz ein aktuell noch sehr abwegiges Szenario in den Raum werfen: stellt euch einfach mal vor, hier kommt zusätzlich eine (funktionierende) künstliche Intelligenz ins Spiel, die alles passend analysiert und selbstständig Teile, Reparaturen oder Logistikdienstleistungen mit IOTA einkauft. Lasst das einfach mal sinken.
  • Gesundheitsbranche: auch in der Gesundheitsbranche besteht massives Potenzial für das IoT im Allgemeinen und IOTA im Speziellen. Um zu Beginn noch einmal den Schwenk zum vorherigen Punkt zu vollziehen – über den Tangle lässt sich in Kombination mit RFID-Chips/speziellen Sensoren z. B. ganz einfach und unveränderbar beweisen, dass Medikamente unverfälscht und Original sind. Das ist bekanntermaßen ein Riesenthema in der Branche. Zusätzlich hat die Gesundheitsbranche auch ein massives Problem damit, Daten innerhalb und ggf. auch an bestimmte Stellen außerhalb der Branche zu übermitteln. Interessant wird hier auch die Funktion der anonymisierten Datenauswertung und der entsprechenden Forschungsmöglichkeiten. Zur Kenntnis: nach eigenen Angaben wird IOTA einen „Mixer“ (ähnlich wie bei der Kryptowährung „Monero“) bekommen, der anonyme Transaktionen und Datenpakete ermöglicht. Gerade im Hinblick auf die Gesundheitsbranche ist das sicherlich ein dringend benötigtes Feature, da der perfekte Datenschutz in allen relevanten Anwendungen eine unglaublich große Rolle spielen wird.Ich denke dabei speziell an die Verknüpfung verschiedener Parteien im Gesundheitswesen, die alle davon profitieren könnten, wenn man verschlüsselt aber unveränderbar Daten und Zahlungen senden und mit Einverständnis des Patienten gespeicherte Daten einsehen kann. Hausarzt, Facharzt, Radiologe, Apotheke, Krankenhaus, Chirurg, Krankenkasse, private Versicherungen oder die Ärzte/Krankenhäuser bei sämtlichen Notfällen im Ausland – es gibt immer diverse Parteien, die miteinander kommunizieren und Daten möglichst schnell und einfach austauschen müssen. Dieser Apparat ist zum heutigen Zeitpunkt so unglaublich rückständig und bürokratisch, dass die Funktionalität des Tangles enorme Vorteile bringen könnte. Beispiel: man sitzt gerade beim Hausarzt und bekommt ein Medikament verschrieben – gleichzeitig wird automatisch über die Gesundheitskarte das entsprechende Medikament über den Tangle mit IOTA gekauft, per Drohne geliefert und die Krankenkasse rechnet währenddessen direkt über IOTA mit dem Arzt ab. Wilde Zukunftsmusik? Ja - aber eine mit unglaublichem Disruptionspotenzial.
  • Zahllose weitere Anwendungen: man verzeihe mir, dass ich nicht noch mehr Anwendungen aufzähle und auf die oben aufgeführten Anwendungen nicht noch detaillierter eingehe. Jedes einzelne dieser Anwendungsgebiete könnte vermutlich ganze Doktorarbeiten füllen. Wer jetzt noch immer hungrig nach „mehr“ ist, kann sich ja einfach mal diverse Projekte am Kryptomarkt zu Gemüte führen und sich danach die ganz einfache Frage stellen: „wäre das eigentlich nicht auch mit IOTA auch möglich?“. Die Antwort auf diese Frage wird sehr oft „ja“ lauten. Im Übrigen finden sich auch diverse Medium-Artikel und reddit-Posts zu diesen Themen (dann allerdings in englischer Sprache).

Die Chance für IOTA: die aufgezählten Anwendungsfelder sprechen, denke ich, absolut für sich.

Das Risiko für IOTA: man macht viele Sachen eher schlecht statt eine einzige Sache richtig gut und gewinnt damit am Ende keinen einzigen Blumentopf. Für jedes der einzelnen Anwendungsfelder gibt es im Kryptomarkt auch bereits entsprechende Projekte, die sich nur auf die Lösung dieses Einzelproblems fokussieren und damit möglicherweise in der Einzelsache Vorteile gegenüber IOTA haben.

Meine persönliche Einschätzung: Grundsätzlich sehe ich es meistens schon so, dass ich mich lieber auf eine einzige Sache fokussiere und diese dann richtig gut mache. Im Bezug auf das IoT wäre das aber der falsche Ansatz, da es hier tödlich ist, wenn jeder seinen eigenen Ansatz für ein bestimmtes Teilgebiet verfolgt. Derjenige, der einen weltweiten Standard etablieren kann, wird den Ton angeben. Dieser globale Standard wird auch zwingend gebraucht werden, so dass die Chancen bei einer erfolgreichen technischen Umsetzung durchaus gut stehen, dass IOTA diesen Standard setzt. Mit der Industriemesse im April in Hannover hat IOTA den ersten Schritt hierzu vollzogen. Diverse Partner haben hier die ersten Anwendungen vorgestellt und akzeptieren IOTA bereits als den zukünftigen Standard in diesem Bereich.

5. Welches Kurspotenzial kann man bei IOTA erwarten?
Ich denke, es ist allen klar, dass niemand außer der Zukunft diese Frage abschließend beantworten kann. Man kann sich allerdings durchaus Gedanken darüber machen, welche Werte bei welchen Szenarien in Betracht kommen könnten und dementsprechend Schätzwerte abgeben. Im vorherigen Punkt haben wir ja bereits einen Überblick über einige mögliche Anwendungsfelder erhalten. Bevor wir tiefer einsteigen, folgt allerdings vorab ein kleiner Exkurs zum Thema Marktkapitalisierung, da das Verständnis dieses „Werts“ für alle folgenden Erläuterungen enorm wichtig ist.

Marktkapitalisierung = Aktueller Kurs x Anzahl sämtlicher vorhandener Coins

Die Marktkapitalisierung ist genau diese Formel. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Sie bedeutet nicht, dass jemals so viel Geld in den Markt geflossen ist (das Verhältnis liegt im Kryptomarkt aktuell ungefähr bei 1:50). Sie berücksichtigt auch nicht, dass möglicherweise bereits Coins im Nirvana verschollen sind, z. B. durch verlorene Seeds, Transaktionen an falsche Adressen etc.

Beispiel:
Kurs für 1 MIOTA: 10$
Anzahl Coins (weltweit): 1.000 MIOTA
Marktkapitalisierung: 10.000$

Wenn ich jetzt 1 MIOTA für 100$ kaufe, dann liegt der aktuelle Kurs (der ja immer der „letzte erfolgreiche Handel“ ist) bei 100$. Demnach erhöht sich die Marktkapitalisierung von 10.000$ auf 100.000$ - obwohl nur 100$ „in den Markt geflossen“ sind.

Nun kommen wir aber zu einem wichtigen Punkt: die Marktkapitalisierung bedeutet nicht, dass tatsächlich so viel Kapital in den Markt geflossen ist. Sie bedeutet aber, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt niemals mehr Geld innerhalb dieses Geldsystems bewegt werden kann, als insgesamt an Marktkapitalisierung vorhanden ist. Sie stellt also die tatsächlich vorhandene, maximale Geldmenge innerhalb eines Geld-Ökosystems dar.

Beispiel:
Ich möchte im o. g. Beispiel eine Rechnung über 150.000$ mit IOTA bezahlen. Das wird nicht funktionieren – zum aktuellen Kurs von 100 $ kann ich, selbst wenn ich alle auf der Welt verfügbaren MIOTA zum Zahlen verwende, maximal 100.000$ transferieren. Der Kurs müsste sich also auf mindestens 150$ erhöhen. Dabei wird allerdings vorausgesetzt, dass ich die Möglichkeit habe, alle MIOTA in meinen Besitz zu bringen. Habe ich nur eine Teilmenge, dann müsste der Kurs dementsprechend noch höher sein, um den Transfer meiner Summe zu ermöglichen.

Hier sind wir jetzt beim springenden Punkt. Mit steigender Nutzungsrate des IOTA-Netzwerks wird auch eine höhere Geldmenge im Geldsystem benötigt. Da die Anzahl der MIOTA für alle Zeiten festgeschrieben ist und nicht erhöht werden kann, ist die einzige hierfür mögliche Stellschraube der Kurs. Werden im vorherigen Beispiel also irgendwann 10 Millionen $ benötigt, müsste sich der Kurs je MIOTA auf mindestens 10.000$ erhöhen. In der Praxis wird genau das passieren – über das allseits bekannte Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage.

Was bedeutet das jetzt für IOTA? Schauen wir uns dazu doch zuerst einfach mal den Bitcoin im Dezember 2017 an. Höchststand 340 Milliarden $ Marktkapitalisierung bei einem Kurs von 20.000$. Bei der gleichen Marktkapitalisierung wäre 1 MIOTA bei einem Kurs von ca. 120$. Der Bitcoin hat das geschafft, ohne dass er seinen Zweck als „Peer-to-Peer Electronic Cash System“ auch nur ansatzweise erfüllt hat.

Jetzt ist es aber so, dass IOTA das Ziel hat, die weltweite M2M-Paymentmethode zu werden und dabei möglicherweise auch noch diverse andere Funktionen integrieren wird. M2M-Payments werden deutlich häufiger stattfinden als heute gängige „menschliche“ Zahlungsvorgänge, gerade im Hinblick auf die laufende Bezahlung von Datenstreams. Viele dieser Zahlungen werden allerdings in der Höhe deutlich geringer sein, als im „menschlichen“ Zahlungsverkehr.

Wir haben heute eine Geldmenge („M1“ genannt) von ca. 8 Billionen Euro (unsere „Marktkapitalisierung“) im Euro-Geldsystem vorhanden. Dabei geht es nur um kurzfristig verfügbares Geld, d. h. Münzen, Banknoten und das nicht langfristig gebundene Giralgeld. Diese 8 Billionen Euro müssen also ausreichen, um sämtliche im Euroraum so anfallenden Transaktionen bedienen zu können. Diese Geldmenge steigt übrigens momentan jährlich um ca. 6-10%.

Jetzt stellen wir uns das Ganze noch weltweit vor – es wäre eine viel größere Geldmenge notwendig. Setzen wir diese einfach einmal auf aktuell 20 Billionen Euro an, genaue und verlässliche Zahlen gibt es hierzu leider nicht. Aufgrund der Tatsache, dass M2M-Zahlungen ja häufig ein geringeres Volumen haben werden und IOTA vermutlich auch deutlich häufiger zirkuliert als herkömmliche Fiatwährungen, gehen wir von 10% bis 20% von diesen 20 Billionen Euro aus, die insgesamt notwendig wären. Das sind zwischen 2 Billionen und 4 Billionen Marktkapitalisierung. Je nach Ausprägungsgrad des IoT ist dieser Wert am Ende aber nach oben hin natürlich völlig offen. Oder anders gesagt: im Jahr 2025 wären das also durchschnittlich zwischen 20€ und 40€, die jeweils dauerhaft für 1 vorhandenes IoT-Gerät verfügbar wären. Das erscheint wie ein angemessener Durchschnitt, da dies für Autos sicherlich zu wenig, für einen Rasensprinkler aber sicherlich zu viel wäre.

Dies entspricht ca. einem Kurs je MIOTA von 750€ (920$) bis 1500€ (1.840$).

Die Chance für IOTA: Ein möglicher Kurs von 1.500€ mit weiterer Luft nach oben.

Das Risiko für IOTA: Den Tangle kann man auch nutzen (und kopieren) ohne den Coin „IOTA“ verwenden zu müssen. Trotz erfolgreicher Umsetzung besteht also auch das Risiko, dass 1 MIOTA bei 0$ landet. Außerdem könnten andere große Unternehmen eine eigene (möglicherweise bessere) Lösung entwickeln, die sich als Industriestandard etabliert.

Meine persönliche Einschätzung: man sollte sich durchaus bewusst sein, dass es dieses Risiko gibt. Hierin unterscheiden wir uns nicht von allen anderen Kryptoprojekten am Markt – es geht im Zweifel auch ohne den Coin, wenn die Industrie nur an der Technologie interessiert ist. Es wäre zwar durchaus möglich, dass wir alle nur als „Versuchskaninchen“ dienen – ich halte das aber dennoch für unrealistisch. Es würde keinem Unternehmen einen Vorteil bringen, sich selbst um die Kompetenzen in diesem Bereich zu bemühen. Man will sich im Regelfall auf seine eigentliche Kernkompetenz fokussieren und kauft zur Not externe Dienstleistungen von den entsprechenden Profis ein. Sich da mit der eigenen Umsetzung eines so komplexen Großprojekts zu belasten erscheint nicht sinnig.

Weiterhin muss man sich auch vor Augen führen, dass für ein sinnvoll funktionierendes IoT ein einheitlicher internationaler Standard geschaffen werden sollte. Ob hundert verschiedene Unternehmen sich diesen Standard von einem einzigen Unternehmen diktieren lassen möchten? Wer soll derjenige sein? Bosch? Siemens? Fujitsu? Eine solche Lösung wäre im Vorfeld schon zum Scheitern verurteilt, da sie zu viel Macht in die zentralen Hände von möglichen Konkurrenten legt. Die Industrie hat ein Interesse daran, eine passende Lösung zu einem möglichst günstigen Tarif zu bekommen. Wenn sie selbst daran arbeiten muss und die entsprechenden Teams aufbaut, dann wird aus dem „möglichst günstig“ sehr schnell das genaue Gegenteil.

Fazit: man sollte dieses Risiko definitiv im Hinterkopf behalten. Wenn das richtige große Unternehmen hier einen absoluten Hammer landet und den Durchbruch schafft, ist IOTA tot. Zu 100% tot. Einfluss wird man darauf aber ohnehin nicht nehmen können. Die oben aufgeführte Chance rechtfertigt für mich ein Investment, da ich das Risiko als eher gering einstufe.

6. Welche Partnerschaften hat IOTA?
IOTA hat selbstverständlich auch diverse Partnerschaften. Ich werde nachstehend die Wichtigsten davon aufzählen und ein paar Worte zur Bedeutung dieser Partnerschaften loswerden.
  • Bosch: das dürfte Stand heute die wohl wichtigste Partnerschaft von IOTA sein. Bosch hat im Dezember 2017 über die hauseigene Venture-Capital-Firma einen Millionenbetrag in IOTA-Coins investiert, um sich an diesem Start-Up zu beteiligen (die Foundation hat eine direkte Beteiligung abgelehnt). In diesem Zuge ist Hongquan Jiang von Bosch in das Board der Foundation aufgenommen worden. Bosch selbst hat weltweit über 400.000 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Umsatz von ca. 78 Milliarden Euro jährlich.

    Zitat Wikipedia: Bosch ist tätig als Automobilzulieferer, Hersteller von Gebrauchsgütern (Elektrowerkzeuge, Haushaltsgeräte) und Industrie- und Gebäudetechnik (Sicherheitstechnik) und darüber hinaus in der automatisierten Verpackungstechnik, wo Bosch den führenden Platz einnimmt. Bosch ist zum aktuellen Stand auch der größte Zulieferer von Autoherstellern – was eine enorm wichtige Marktstellung mit entsprechenden Kontakten und Möglichkeiten bedeutet.

    Wer könnte also besser geeignet sein, um IOTA den Weg zum Standardbezahlverfahren im IoT zu ebnen, als dieses Unternehmen? Die eben zitierte Beschreibung geht quasi Hand in Hand mit unserem Punkt 4 „Anwendungsfelder von IOTA“. Die Vorstandsetage von Bosch hat offiziell das Ziel ausgerufen, Vorreiter im Bereich des IoT zu werden. Dafür wird im Osten Deutschlands eine neue Chipfabrik für eine Milliarde Euro von Grund auf neu gebaut. Bosch hat außerdem einen speziellen IoT-Chip mit Sensoren entwickelt („XDC“), der auf seiner kleinen Fläche unglaublich viele Funktionen bietet. In einer AMA-Session in reddit wurde dabei auch darauf hingewiesen, dass dieser Chip theoretisch vollständig für die IOTA-Funktionalitäten ausreicht. Es ist also stark davon auszugehen, dass Bosch das zukünftige IoT stark prägen wird und IOTA davon massiv profitiert.
  • Volkswagen AG: eine weitere Partnerschaft besteht mit Volkswagen. Der CDO von Volkswagen, Johann Jungwirth, ist ebenfalls Mitglied im Board der Foundation. Ich werde mir zu diesem Thema die weiteren detaillierten Erläuterungen sparen, ich denke das in den bisherigen Punkten beschriebene Anwendungsbild von IOTA im Automobilbereich hat bereits deutlich gemacht, warum Volkswagen ein unglaublicher Partner ist. Über 640.000 Mitarbeiter weltweit und ein jährlicher Umsatz von 230 Milliarden Euro sprechen für sich.
  • Fujitsu: seit kurzer Zeit ist auch Fujitsu mit an Bord - der „Head of Central Europe“ bei Fujitsu, Dr. Rolf Werner, ist seitdem auch zusätzlich im Board der Foundation angesiedelt. Gleichzeitig wurden auf der Hannover Industriemesse reale Anwendungsgebiete für IOTA vorgestellt, die sich hauptsächlich auf eine „Fertigungsstraße“ (Anwendungsfeld: Supply Chain) beziehen. Speziell auf die Kontrolle der Arbeit von Maschinen – in Verbindung mit Wertaustauschmöglichkeiten über die gebührenfreien IOTA-Transaktionen. Fujitsu hat weltweit ca. 156.000 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen jährlichen Umsatz von 35 Milliarden Euro.
  • Die Stadt Taipeh: IOTA hat eine Partnerschaft mit der taiwanesischen Stadt Taipeh unterzeichnet. Das Ziel dieser Partnerschaft ist es, Taipeh bei seiner Mission, eine „Smart City“ zu werden, tatkräftig zu unterstützen und Hilfestellungen in Form des hauseigenen IOTA-Protokolls zu bieten. Taipeh hat ca. 2,6 Millionen Einwohner und ist vor allem auch für seinen extravaganten Wolkenkratzer „Taipei 101“ bekannt. Mit dieser Partnerschaft hat IOTA die Chance zu demonstrieren, welche Möglichkeiten die Tangle-Technologie im Bereich der „Smart City“ eigentlich anbietet. Bei ersten Erfolgen werden hier sicherlich in rasantem Tempo weitere Städte hinzukommen – gerade in den asiatischen Städten ist man gegenüber der Digitalisierung deutlich aufgeschlossener, als wir es von uns Deutschen kennen.
  • Datenmarktplatz mit verschiedenen Teilnehmern: IOTA hat im Dezember einen ersten Test-Datenmarktplatz ins Leben gerufen (was im Übrigen in Anlehnung an Punkt 4 ein weiteres Anwendungsfeld wäre), an dem sich viele namhafte Firmen beteiligen (Samsung Artik, Cisco, Microsoft, Fujitsu, Bosch, Telekom, EWE, Accenture Labs, Nordic Impact, APG SGA etc.). Wichtig: hierbei handelt es sich nicht direkt um „Partnerschaften“ – eher an Teilnahmen an einem Pilotprojekt zu Testzwecken. Nichtsdestotrotz kommen all diese Unternehmen so in Berührung mit IOTA und können erste Eindrücke gewinnen.

Die Chance für IOTA: Unternehmen ab einer gewissen Größenordnung dienen häufig als Multiplikator für die Verbreitung und Adaption von Innovationen und haben viel eher die Chance, Entscheidungsträger in anderen großen Unternehmen von „der Sache“ zu überzeugen. Bosch hat z. B. vor zwei Monaten ein Treffen zwischen Dominik Schiener (IOTA) und diversen Vertretern von anderen, relevanten Unternehmen organisiert (u. a. BMW, EnBW, Ernst&Young, LBBW, MAHLE, Porsche, Trumpf, Vector, VW und Vito Ventures).

Das Risiko für IOTA: das Risiko in all diesen Partnerschaften besteht natürlich darin, dass man den Unternehmen dadurch einen tieferen Einblick gewährt und diese entsprechendes Wissen anhäufen, um die Lösung dann am Ende einfach selbst ohne IOTA fertigzustellen.

Meine persönliche Einschätzung: das Risiko habe ich hier bereits an anderer Stelle erörtert und halte es für sehr gering. Grundsätzlich sind diese Partnerschaften für mich einfach durchweg positiv zu bewerten. Hier sind wirklich „dicke Fische“ mit an Bord, die sich einen Nutzen von diesem Projekt versprechen, an den Erfolg glauben und dafür ggf. sogar ordentlich Geld in die Hand nehmen.

7. Welche Konkurrenzprojekte gibt es für IOTA?
Selbstverständlich hat IOTA auch Konkurrenten, die einen ähnlichen Ansatz verfolgen. Ich werde diese im Folgenden nur sehr knapp vorstellen. Wer sich für weitere Details interessiert, kann gerne auf die verlinkten Homepages verzweigen und sich weitergehend informieren. Des Weiteren möchte ich anfügen, dass sich für jeden einzelnen Anwendungs-Teilbereich natürlich ebenfalls massenweise Konkurrenten finden lassen (z. B. CarVertical für den Bereich Autos; VeChain, WaBi, Waltonchain oder Eximchain für den Bereich Supply-Chain, Medicalchain für den Bereich Healthcare, StreamR DATA für den Datenmarktplatz etc.), auf die ich allerdings nicht gesondert eingehe. Relevant sind für mich in dieser Hinsicht eigentlich nur die Konkurrenten, die einen ähnlich ganzheitlichen Ansatz verfolgen.

Nummer 1: IoT-Chain
Funktion:, M2M-Payments, Datenaustausch im IoT, Datenspeicherung im IoT, Smart Contracts; Datenstreams für künstliche Intelligenz
  • „Chinesisches IOTA“ – M2M-Blockchain mit DAG-Elementen
  • ICO hat schon stattgefunden
  • Hat bereits einige chinesische Partnerschaften, darunter bisher aber nicht unbedingt weltbewegende Unternehmen
  • Konsensus über einen normalen PBFT („Practical Byzantian Fault Tolerance“) gepaart mit DAG-Elementen
  • Gefühlt ein eher schwaches Team
Persönliche Einschätzung: IoT-Chain könnte sicherlich ein ernstzunehmender Konkurrent werden, wenn die Technologie funktioniert. Gerade im Hinblick darauf, dass die Chinesen in vielen Bereichen gerne ihr eigenes Süppchen kochen. Dabei ist IoT-Chain der einzige Konkurrent, der ebenfalls mit einem DAG arbeitet. Gegen IoT-Chain spricht das eher unerfahren wirkende Team, der massive Zeitrückstand (Ende 2018 soll überhaupt erst einmal das Testnet komplett live sein) und der massive Rückstand im Bereich relevanter Partnerschaften im Vergleich zu IOTA.
Sofern IOTA hier nichts anbrennen lässt und die Entwicklung weiterhin so steil vorantreibt, könnte es für IoT-Chain längst zu spät sein, selbst wenn irgendwann die perfekte Lösung präsentiert werden sollte.

Nummer 2: HDAC
Funktion: M2M-Payments; Datenaustausch im IoT ; Datenspeicherung im IoT; Smart Contracts
  • M2M-Blockchain aus Südkorea mit Sitz in der Schweiz
  • ICO (als Token Generation Event auf reiner Bitcoin-Akzeptanz) hat schon stattgefunden
  • Ins Leben gerufen bzw. unterstützt von Hyundai BS&C (der Founder ist auch CEO davon - sein Onkel ist CEO von der Hyundai Group u. Hyundai Motors, dem zweitgrößten koreanischen Unternehmen gleich hinter Samsung), also absolut nicht zu unterschätzen
  • Konsensus über "ePoW", eine Lösung die den Energieverbrauch des klassischen Proof of Work drastisch reduziert und somit wieder sinnvoll einsatzfähig macht (ich sage es ganz offen, ich habe nichts von der Technik dahinter verstanden und keine Ahnung, ob und wie das genau funktioniert)
  • Eigene Blockchain die wohl bis zu 1.000 tx/s schaffen soll
  • Das Team sieht auf den ersten Blick absolut solide und fähig aus
  • Soweit ich das beurteilen kann, gibt es Transaktionsgebühren
Persönliche Einschätzung: sicherlich ein interessantes Projekt. Der interessanteste Part ist dabei aber eher, dass die Hyundai Group im Hintergrund steht – dadurch ist im Hinblick auf Finanzen und Partnerschaften zumindest einmal Tür und Tor geöffnet. Dass ein reiner PoW-Coin aber im IoT bestehen kann, halte ich für ziemlich unrealistisch. Soweit ich das beurteilen kann, bietet das niemals eine sinnige Basis, auf der das komplette M2M-Payment laufen kann. Ein abschließendes Urteil kann man sich darüber aber nur dann erlauben, wenn man die Technik wirklich verstanden hat – was bei mir nicht der Fall ist.

Nummer 3: IoTeX
Funktion: M2M-Payments; Datenaustausch im IoT; Datenspeicherung im IoT; speziell auch ID-Management; Smart Contracts, dApp-Plattform für IoT-Anwendungen (ähnlich ERC20-Token auf Ethereum); Supply-Chain-Support
  • M2M-Blockchain aus den USA (mit weitestgehend asiatischem Team)
  • Public ICO steht noch aus (im Presale wurden aktuell ca. 20 Mio. $ eingenommen)
  • Gibt einige Partnerschaften an und sehr viele Investoren (u. A. auch NEO)
  • Konsensus über Delegated-Proof-of-Stake in Kombination mit einer Zufallsfunktion, welche die jeweiligen "Delegates" nach festgeschriebenem Zufallsmuster auswählt (auch hier wieder keine Ahnung, ob und wie genau das funktioniert)
  • Eigene Mainchain ("Rootchain" mit vollständiger Privacy durch Stealth-Adressen und Ringsignaturen) mit diversen Sidechains. Hier wird der Ansatz verfolgt, dass das IoT je nach Gerät ganz unterschiedliche Funktionen benötigt und auch andere Möglichkeiten hat. Die Mainchain hat also eher die Aufgabe, die Daten zu steuern und zwischen den jeweiligen Sidechains zu "rooten". Dadurch sollen auch eine extrem hohe Skalierbarkeit, deutlich geringere Speichermengen (hier benötigt IOTA im Gegensatz dazu ja zwingend Snapshots - je nach Größe des Netzwerks dann auch extrem häufig) und quasi instant Transaktionen gegeben sein
  • Der Token hat eine eingebaute Inflation (Ausschüttungen als Belohnung für die Teilnahme am Proof-of-Stake-Verfahren)
  • Das Team sieht auf den ersten Blick absolut unglaublich aus - fast jeder dort hat jahrelange Erfahrung in einem der Bereiche Blockchain, Kryptographie, Cybersecurity und hat bei absoluten TOP-Unternehmen (Facebook, Google, Uber, Intel, Bosch) gearbeitet. Das hört sich fast zu gut an, um wahr zu sein - zum Großteil sind aber zumindest einmal LinkedIn-Profile vorhanden (auch wenn auf diese nicht von der Homepage aus verwiesen wird - was eigentlich ungewöhnlich ist)
  • Soweit ich das beurteilen kann, gibt es auch hier Transaktionsgebühren
Persönliche Einschätzung: hier müssen wir uns überraschen lassen, was dieses (vermeintlich) absolut geniale Team auf die Beine stellen wird. Grundsätzlich hört sich das Projekt sehr interessant an und hat meiner Einschätzung nach auch sehr gute Ansätze enthalten. Negativpunkte sind der Mangel an Partnerschaften und der massive zeitliche Vorsprung von IOTA. Auch fehlt es komplett an einer DAG-Infrastruktur – wobei man sich nicht zu sehr darauf versteifen sollte, dass diese „Blockchain 3.0“ der Heilsbringer für die gesamte Kryptowelt sein wird. Auch die bisherigen Blockchains haben Ihre Existenzberechtigung. Die weitere Entwicklung von IoTeX sollte man sicherlich im Auge behalten, zum momentanen Zeitpunkt geht aber noch fast überhaupt keine Gefahr für IOTA hiervon aus.

Nummer 4: Nano (ehemals RaiBlocks)
Da es immer wieder als Konkurrent angeführt wird, gehe ich auch hier noch einmal gesondert darauf ein. NANO ist kein Konkurrent von IOTA. Nano ist ein direkter Konkurrent von Bitcoin und will auch nur dessen ursprüngliches Gedankengut einer Krypto-Bezahlwährung für die Massen etablieren.

Dabei wird sich ebenfalls eines DAG bedient, was viele Leute dazu verleitet, Nano als direkte Konkurrenz zu IOTA zu betrachten. Die Funktionsweise dieses DAG ist aber völlig anders als die des Tangle und meiner Einschätzung nach auch überhaupt nicht für die M2M-Payments und die IoT-Welt an sich geeignet. Weder das Team noch die Nutzer haben aktuell Ambitionen, diese Tatsache zu ändern.

8. Allgemeine und häufige Kritik an IOTA
In diesem Punkt möchte ich den Fokus auf die häufig geäußerten Kritikpunkte an IOTA lenken, auf die in den bisherigen Punkten nicht eingegangen wurde und kurz bewerten, ob diese eine Berechtigung haben oder nicht.

8.1 IOTA skaliert aktuell nicht so hoch und liefert derzeit keine überzeugenden Resultate
Dieser Kritikpunkt ist völlig korrekt. Zum heutigen Zeitpunkt ist die Performance eine absolute Lachnummer und für das hochgesteckte Ziel in einigen Jahren nicht einmal ansatzweise ausreichend. Zum jetzigen Zeitpunkt wird diese Leistung aber auch noch nicht benötigt und es stellt zumindest heute noch kein aktives Problem dar.

Am Ende reden wir hier über eine Glaubensfrage: glaubt man daran, dass IOTA seine Mission erfüllen kann und die versprochene Technik liefert oder glaubt man nicht daran? Aktuell kann keine der beiden Seiten beweisen, dass etwas möglich oder nicht möglich ist.

Man sollte sich hier bewusst machen, dass IOTA ein „Alles-oder-Nichts“-Investment ist. Die unglaublich hohen Renditen sind nur möglich, weil man in ein Projekt mit zahlreichen Problemen im Alpha-Stadium investiert. Sobald alles genau so funktioniert, wie es soll, wird bereits die halbe Welt mit einem Investment an Bord sein. Die Antwort auf diesen Kritikpunkt kann also nur die eigene Risikobereitschaft sein – je weniger schon funktioniert, desto höher die mögliche Rendite. Desto höher aber auch das Risiko, dass die Probleme nicht gelöst werden können.

8.2 IOTA verspricht unbegrenzte Skalierung und ignoriert technische Limitierungen
In Erweiterung zum vorherigen Kritikpunkt – auch hier steht Aussage gegen Aussage. Zum jetzigen Zeitpunkt funktioniert das definitiv noch nicht, das endgültige Resultat kann aber auch hier nur die Zeit zeigen. Also auch hier für den Investor wieder eine Glaubensfrage bzw. Hoffnungsfrage und ein Einschätzen der eigenen Risikobereitschaft.

8.3 IOTA will die Welt verändern aber hat nicht einmal eine anständige Wallet
Auch dieser Kritikpunkt ist korrekt. Andere Projekte haben hier sicherlich viel schönere und angenehmer zu benutzende Wallets, die noch dazu weniger fehleranfällig sind. Fakt ist, dass es vor der Benutzung auf jeden Fall notwendig ist, sich etwas Informationen einzuholen, um keine „schwerwiegenden“ Fehler zu machen. Das ist aber völlig normal für Projekte im Alpha-Status und sollte jedem Investor bewusst sein. Letztendlich tut die Wallet aber genau das, was sie tun soll. Die neue „Trinity“-Wallet, die genau diesen Kritikpunkt behebt steht im Übrigen auch bald in den Startlöchern.

Als Investor muss man sich klar machen, dass es für das eigene Investment nicht einmal ansatzweise eine Rolle spielt, ob es eine tolle Wallet geben wird oder nicht. Die Endanwendungen von IOTA zielen ja gerade darauf ab, dass der Mensch eben nicht mehr involviert sein muss. Das ist reiner Komfort für die Investoren.

8.4 IOTA wurde bereits gehackt und IOTA im Wert von 4 Mio. $ gestohlen
Dieser Kritikpunkt ist nur zum Teil richtig. Nicht IOTA selbst wurde gehackt, sondern diverse Nutzer, die einen Online-Seed-Generator benutzt haben, der den Seed gespeichert und an den Seitenbesitzer weitergeleitet hat. Dieser hat dann nach einigen Monaten diverse Wallets mit den gespeicherten Seeds leergeräumt und IOTA im damaligen Wert von 4 Mio. $ erbeutet.

Grundsätzlich ist das ein reiner Anwenderfehler, der nichts mit einer möglichen Sicherheitslücke von IOTA zu tun hat. Nichtsdestotrotz lässt sich dieser Missstand auf die mittelmäßige Wallet zurückführen, die leider über keinen standardmäßig eingebauten Seed-Generator verfügt, was im Nachhinein eigentlich eine einfache und feine Sache gewesen wäre.

Auch hier muss man sich aber erneut klar machen, dass es einem als Investor vollkommen egal sein kann, ob anderen Leuten aufgrund deren eigener Fehler Geld gestohlen wurde oder nicht. Der Langzeiterfolg und die Anwendungen von IOTA werden dadurch nicht im Geringsten beeinträchtigt. Auch wenn es ohne Zweifel für die Betroffenen extrem bitter ist.

8.5 IOTA ist zentralisiert durch die notwendigen Koordinatoren
Auch das ist ein Fakt und völlig richtig. IOTA benötigt Koordinatoren, um die verschiedenen neuen Transaktionen, die ja jeweils zwei ältere Transaktionen bestätigen müssen, korrekt zuzuweisen. Wir reden hier zum heutigen Zeitpunkt also nicht wirklich von einer dezentralen Währung, was ja aber den eigentlichen „Hintergedanken“ von Kryptowährungen und Blockchains darstellen würde. Hier kann momentan zielgerichtet mit einem Hackangriff das gesamte System manipuliert werden.

Grundsätzlich ist auch hier angedacht, dass das System in einer späteren Phase ohne den Koordinator funktionieren soll. Gelegentlich war dieser auch in kurzen Phasen bereits offline und alles hat trotzdem korrekt funktioniert. Nichtsdestotrotz ist die Zeit noch nicht reif dafür, dass es permanent ohne den Koordinator klappt. Klar ist, wir sind auch hier wieder bei der bereits öfter erwähnten Glaubensfrage angelangt. Ob die Endlösung möglicherweise auch mit mehreren, „dezentral verteilten“ Koordinatoren klappen könnte, falls das eigentlich angedachte Konzept scheitert, müsste auch erst noch erprobt werden. Theoretisch denkbar wäre das allerdings, auch wenn sich viele Blockchain-Enthusiasten damit aus Prinzip nicht anfreunden können. Die Industrie dürfte das allerdings weniger stören.

8.6 IOTA wird Probleme haben, genug Fullnodes in das Netzwerk zu bekommen
Aufgrund der Gebührenfreiheit und der Tatsache, dass sämtliche Coins bereits existieren, besteht für Betreiber einer „ehrlichen Fullnode“ (welche ja die Stützen des gesamten Netzwerks sind) keinerlei monetärer Anreiz, diese zu betreiben und ggf. die Serverkosten zu stemmen.

Man kann jetzt dagegen argumentieren, dass es immer jede Menge Parteien geben wird, die aus der dahinterstehenden Technik solche enormen Vorteile ziehen, dass die Kosten für die Bereitstellung von Fullnodes bereitwillig getragen werden. Im Falle der Industriegiganten ist das ganz sicher der Fall.

Weiterhin könnte man mit den richtigen technischen Mitteln und der entsprechenden Hardware vielleicht auch dafür sorgen, dass diverse Endanwendergeräte bzw. Maschinen standardmäßig als Fullnode ausgerüstet sind, ohne dass der Endanwender davon überhaupt etwas mitbekommt oder selbst tätig werden muss.

Auch hier ist nichts „in trockenen Tüchern“, ich bin mir allerdings ziemlich sicher, dass das hier in der Praxis ein eher geringes Problem wird. Die Industrie wird zweifelsohne Lösungen bereitstellen, wenn sie wirkliche Vorteile durch IOTA hat (und das hat sie, wie wir in den vorherigen Punkten bereits gesehen haben).

8.7 Streit mit dem MIT Media Labs
Zu diesem Thema möchte ich nur wenig schreiben, hierzu findet man im Internet massenweise seitenlange Informationen. Es ging darum, dass das MIT Media Labs einen vermeintlichen Fehler in der Hashfunktion von IOTA entdeckt hatte, der am Ende gar keiner war.

In dem Streit haben sich beide Parteien nicht mit Ruhm bekleckert, das IOTA-Team allerdings wieder einmal mehr durchblicken lassen, dass es in Sachen Kritikfähigkeit und angemessenen Reaktionen eine eher kurze Zündschnur hat. Die Argumente des MIT wurden zwischenzeitlich widerlegt, allerdings werden die ursprünglichen Kritiken auch weiterhin gerne angeführt, was nach heutigem Kenntnisstand aber definitiv unter „FUD“ abgestempelt werden kann.

8.8 IOTA ist abhängig vom Bitcoin
Das ist grundsätzlich richtig und trifft derzeit auf jede einzelne Kryptowährung zu. Da man aufgrund regulatorischer Beschränkungen kaum Möglichkeiten hat, Altcoins in Fiatwährungen zu kaufen, wird der Großteil des Handelsvolumens über Tradingpairs mit BTC erzeugt. IOTA ist also 1:1 abhängig vom BTC – steigt der BTC um 10%, steigt IOTA um 10% mit. Sinkt der BTC um 10%, sinkt IOTA um 10% mit. Momentan ist es in gewissen Phasen also unmöglich, sich gegen den allgemeinen BTC-Trend zu entwickeln. Einzig und allein während den Seitwärtsphasen beim Bitcoin kann IOTA sich unabhängig entwickeln und auch News bewirken überhaupt etwas.

In Zukunft wird das aber eine immer kleinere Rolle spielen, da mehr und mehr Börsen Fiatpairs anbieten werden und in der Hinsicht so einige Börsen-Schwergewichte in den Startlöchern stehen bzw. entsprechende Pläne haben. Ab einem Handelsvolumen von ca. 75% in Fiatwährungen sollte man fast keine Auswirkungen von BTC-Schwankungen mehr spüren.

8.9 IOTA kann als Währung aufgrund der Deflation niemals Erfolg haben
Grundsätzlich wird uns bereits zu Schulzeiten eingeimpft, dass die Deflation ein furchtbares Schreckensgespenst ist und auf jeden Fall vermieden werden soll. Ich habe trotzdem die Meinung, dass dieses Thema für IOTA kein Problem sein wird und werde das nachstehend etwas detaillierter erläutern, da diese Kritik bzw. Fragestellung relativ häufig kommt und auch nicht ganz einfach zu beantworten ist.

Allgemein:
  • Deflation ist immer eine Gefahr bzw. ein Risiko für eine Volkswirtschaft. Nicht aber für die Währung an sich - die kann auch mit einem steigenden Wert problemlos existieren. Kryptowährungen sind dezentral und weltweit anerkannt - es liegt also nicht einmal eine Volkswirtschaft zugrunde, die hiervon beeinflusst wird oder die andersherum die jeweilige Kryptowährung großartig beeinflussen kann.
  • Premined Coins (wie IOTA) sind eigentlich per se keine abnehmende Währung, sondern eine Statische. Einzig und allein durch die durch menschliches Versagen verursachten Verluste (Verlust des Private-Keys bzw. Transaktion an eine falsche Adresse) sinkt der Bestand der Währungseinheiten. Das wird in der Zukunft keine Rolle mehr spielen, da wir dem Alpha-Status entfliehen und "idiotensichere" Systeme entwickelt werden, die derartige Verluste faktisch verhindern. Die dann noch verschwindenden Einheiten sind minimalst und haben keine Auswirkungen mehr. Es reicht also aus, eine statische Währung zu haben. An dieser Stelle vielleicht auch mal ein kleiner Gedankensprung zu Kryptowährungen mit einprogrammierter Inflation: je nachdem, wie stark die Nachfrage nach einer Kryptowährung ist, desto stärker steigt auch der Kurs. Wenn der Kurs dadurch jetzt stärker steigt als die Währungsinflation (was die nächsten Jahre durchaus realistisch sein wird), dann handelt es sich auch hierbei für einen (sehr) langen Zeitraum um „deflationäre Währungen“.
  • Irgendwann wird die Mehrzahl der Käufer einer (erfolgreichen) Kryptowährung diese zum täglichen Gebrauch „kaufen“ und nicht mehr als Investment. Das Verhältnis von "Nutzer" und "Investoren" wird sich also nach und nach immer weiter in Richtung der Nutzer verschieben. Es werden folglich immer mehr Coins von Investoren als gegenläufige Bewegung zu steigenden Kursen auf den Markt geworfen, um die Gewinne zu realisieren. Neue Investments werden de facto kaum aufgenommen, da eine Währung mit einigen Billionen Marktkapitalisierung und einem täglichen Handelsvolumen in Höhe von etlichen Milliarden kaum noch Aussichten auf "nennenswerte" Rendite bietet. Hier wären dann fast alle anderen Anlageformen besser geeignet und die Investoren wenden sich ab von IOTA. Die Zeit der tatsächlichen Nutzung beginnt.
  • Durch den eben genannten Punkt verschiebt sich auch die psychologische Einstellung der Kryptowährungsbesitzer. Deflation ist grundsätzlich nur ein psychologisches Problem - der Mensch möchte keinen Vorteil hergeben, den er möglicherweise in Zukunft haben könnte. Aus diesem Grund schiebt er neue Investitionen und Käufe auf die lange Bank, da er in Zukunft mehr für sein Geld bekommen wird. Da Kryptowährungen aber aller Wahrscheinlichkeit nach die Fiatwährungen nicht ersetzen werden (diese ganz im Gegenteil ziemlich sicher auch weiterhin die Basis für unser "finanzielles Zusammenleben" bilden werden) sondern nur ergänzen und ggf. einen Teil des Zahlungsverkehrs verlagern, spielt dieser Gedankengang bei der "Ersatzlösung Kryptowährung" keine Rolle mehr. Aktuell überlegt sich ja auch niemand, ob er für die Bestellung aus den USA noch ein halbes Jahr länger wartet, weil man für einen Euro dann vielleicht 1,24$ statt 1,22$ erhält. Es wird immer etwas anderes geben, durch das ich mir in der Zukunft mit meinem Geld mehr kaufen könnte, als es aktuell der Fall ist.

    Dieses Spielchen kann im Übrigen auch heute bei einer inflationären Fiat-Währung mit Investitionen in Staatsanleihen, Sparbüchern, Aktien, Gold oder auch exotischen Dingen funktionieren. Das Verhältnis am Ende bleibt das Gleiche. Der nominale Preis hat sich jetzt in diesem Fall nicht verändert. Hier steigt dann aber bis zum Kauf meine vorhandene Geldmenge (das wäre der Zinseffekt), anstatt dass ich eine Ersparnis habe, indem der Preis sinkt (das wäre der Deflationseffekt). Am Ende habe ich aber nach Kauf des Produkts in der Zukunft (nach Anlage des Geldes mit Zins) genau die gleiche Geldmenge übrig, wie bei einem gesunkenen Preis (wenn ich nur die Währung an sich gehalten hätte). Das kapieren die meisten Leute nur einfach nicht.

    Ein Problem wird die Deflation erst, wenn sie die Basiswährung selbst trifft. Also die Währung, in der Preise angegeben sind, in der mein Gehalt gezahlt wird, innerhalb derer sich das Leben abspielt. Ich habe meine Zweifel, dass diese Basiswährung eine Kryptowährung sein wird.

    Wenn ich die Kryptowährung zwecks Vereinfachung und/oder Unabhängigkeit von zentralen Systemen nutze, dann möchte ich damit keinen Geldgewinn erzielen. Ich möchte einen "Zeitgewinn" oder einen "Unabhängigkeitsgewinn" erzielen. Wenn es einfach niemanden interessiert, dass Deflation vorhanden ist, dann funktioniert trotzdem alles wie gehabt.

Spezielle weitere Punkte auf IOTA bezogen:
  • Maschinen kennen keine Psychologie. Maschinen bezahlen dann, wenn sie bezahlen sollen, unabhängig davon, ob irgendwann mal ein Vorteil daraus entstehen würde.
  • Menschen werden von IOTA kaum etwas mitbekommen - das werden die Maschinen alles im Hintergrund erledigen. Der Mensch sieht nur die Endabrechnung in Fiat auf seinem Konto. Vielleicht gibt es einfach eine Option auf dem Smartphone "aktiviere automatisches Bezahlen von Gerät xyz". Vielleicht wird aber auch gar nicht mehr gefragt, und das alles wird irgendwann einfach standardmäßig so enthalten sein.
  • Mit IOTA würden weitestgehend unelastische Waren und Dienstleistungen bezahlt werden. Das heißt, es gibt keine Möglichkeit, die Zahlung hier bewusst aufzuschieben. Entweder ich zahle jetzt meinen Parkplatz im Parkhaus - oder ich habe dann gerade keinen Parkplatz. Wenn meine Geräte Daten beziehen müssen, um arbeiten zu können, dann brauchen sie die Daten zeitaktuell. Wenn ich die Daten nicht jetzt kaufe, dann kann mein Gerät damit auch nicht arbeiten.

8.10 IOTA ist gar nicht gebührenfrei
Dieses Argument wird häufig von den „Hardcore“-Kritikern angeführt, da jede Transaktion einen kleinen Proof-of-Work des entsprechenden Clients erfordert, der ja theoretisch Kosten in Höhe von minimalsten Centbruchteilen durch den verbrauchten Strom verursacht. Formal ist das absolut richtig, allerdings komplett an der Praxis vorbei argumentiert. Das entsprechende Gerät ist ja ohnehin schon „an“ und verbraucht Strom, unabhängig davon, ob jetzt noch eine kleine Rechenaufgabe hinzukommt oder nicht. Fakt ist, wenn ich 0,00001 MIOTA versende, dann kommen beim Empfänger genau 0,00001 MIOTA an. Die Definition von Gebührenfreiheit ist also komplett erfüllt.


9. Eine weitere, eher kritische Analyse zu IOTA
https://bitcoinblog.de/2017/12/20/iota- ... dene-coin/
Unter diesem Link hat Christoph Bergmann, seines Zeichens Autor bei BitcoinBlog.de, IOTA analysiert und seine Kritikpunkte erläutert.

Mich selbst haben die Chancen mehr überzeugt als die Risiken, so dass ich mich zu einem Investment entschlossen habe. Die entsprechende Tendenz kann man in diesem Post denke ich auch ganz gut herauslesen. Dieser zusätzliche Artikel ist daher eher ein etwas kritischerer Gegenpol (in dem auch etwas mehr auf die konkrete Technik eingegangen wird) zu diesem Post und sollte vor einem Investment definitiv zumindest einmal gelesen und selbstständig beurteilt werden.


Persönliches Fazit:
Ich selbst habe aus diversen Gründen in IOTA investiert. Der Hauptgrund für dieses Investment ist aber ganz klar, dass ich mir ein Internet of Things ohne die Funktionalitäten von IOTA und dem Tangle nicht wirklich sinnig vorstellen kann. Man würde so unglaublich viele Möglichkeiten verschenken, wenn man sich das alles wegdenkt. IOTA ist also momentan im Kryptomarkt ziemlich allein damit, dass es nicht nur um ein „das wäre schon ganz nett zu haben“, sondern um ein „ohne das kann es nicht richtig funktionieren“ geht. Die meisten anderen Projekte bieten zwar auch jede Menge Vorteile, diese zwingende Notwendigkeit für zukünftige Infrastruktur ist allerdings nicht gegeben.

Abschließend möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass dieser Post sämtliche Themen und Bereiche nur anschneidet und eher dazu gedacht ist, ein etwas besseres „Praxisgefühl“ für IOTA zu vermitteln. Die hier aufgeführten Thesen sind natürlich nicht offiziell von der Foundation bestätigt, sondern stellen lediglich meine eigenen Gedankengänge und Meinungen dar.
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Roliok
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#2

vor 8 Monaten

Ich bitte um Meinungen zu diesem Entwurf. Wenn unseren IOTA-Experten hier Fehler auffallen, ich Dinge vergessen oder falsch beschrieben habe, bitte entsprechende Hinweise geben.
theprocurer
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#3

vor 8 Monaten

Klingt gut! 👍
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#4

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#5

vor 8 Monaten

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Breakingbad
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#6

vor 8 Monaten

Alter, wenn das mal keinen Daumen hoch verdient dann weiß ich auch nicht..

Solltest das vll. mal auch im Coinforum posten?!
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#7

vor 8 Monaten

Unglaublich starke Leistung @Roliok ! Vielen Dank.

95% meiner beiträge erstelle ich vom smartphone aus.
tippfehler usw. werden später verbessert.*
*naja meistens^^

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#8

vor 8 Monaten

WOW....Danke Roliok für diese "Doktorarbeit"!!
Tolle objektive Zusammenfassung und Einschätzung der Möglichkeiten und Risiken.
Danke für die Mühe die Du Dir gemacht hast!! 1 A!!!
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#9

vor 8 Monaten

Meega! Vielen Dank Roliok für deine Arbeit.
Ich finde deine Gedanken zur Investition in eine deflationäre Währung super!
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#10

vor 8 Monaten

@ Roliok

hier noch die neueste Wiki Korrektur - Version von CfB, er selbst wurde ja geblockt


ZITAT:
Das Gesamtangebot von IOTA beträgt 2.779.530.283.277.761 Einheiten. Dieser Wert ist für ternäre Computer (ternary Computer) Berechnung optimiert und kann in [[SI]] Einheiten als 2.779 x 10 15 ausgedrückt werden.
Die Gesamtversorgung basiert auf der 33-stelligen ternären Nummer 111,111,111,111,111,111,111,111,111,111,111, die dem [[Dezimal]] - Wert 3³³ entspricht.

3³³ ist der gesamte Wertebereich für IOTA, sowohl negativ als auch positiv. Da dies eine Zahl [[Parity_ (Mathematik) | ungerade]] ist, ist der höchste absolute Wert für IOTA:

(3³³-1) / 2 = 2,779,530,283,277,761.

Dies ist der maximale positive Wert, den eine Adresse halten kann, und folglich die gesamte IOTA-Versorgung.

https://translate.googleusercontent.com ... mFEOqocUaw
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#11

vor 8 Monaten

IOTA Jünger hat geschrieben:
vor 8 Monaten
Info: zum Korrekturenansatz
Quantencomputer resistent
Danke für dein Feedback!

Wie tiefgehend stellst du dir das in dem Text denn vor? Ich habe bewusst die ganze Technik ausgeklammert, da ich diese a) zu wenig verstehe, um es einfach erklären zu können und b) der Text ohnehin schon unglaublich lang geworden ist.

Diese Informationen einfach an passender Stelle "kurz" einbauen, so dass zumindest mal ein Hinweis darauf erfolgt ist? Oder wirklich komplett ausführen und diskutieren? Weil das wird für mich definitiv schwierig 😁
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#12

vor 8 Monaten

Ja gute Frage...

CfBs` Grundidee worauf sich ja alles aufbaut...JINN

ZITAT:
Das Gesamtangebot von IOTA beträgt 2.779.530.283.277.761 Einheiten. Dieser Wert ist für ternäre Computer (ternary Computer) Berechnung optimiert und kann in [[SI]] Einheiten als 2.779 x 10 15 ausgedrückt werden.
Die Gesamtversorgung basiert auf der 33-stelligen ternären Nummer 111,111,111,111,111,111,111,111,111,111,111, die dem [[Dezimal]] - Wert 3³³ entspricht.

3³³ ist der gesamte Wertebereich für IOTA, sowohl negativ als auch positiv. Da dies eine Zahl [[Parity_ (Mathematik) | ungerade]] ist, ist der höchste absolute Wert für IOTA:

(3³³-1) / 2 = 2,779,530,283,277,761.

Dies ist der maximale positive Wert, den eine Adresse halten kann, und folglich die gesamte IOTA-Versorgung.

Ich suche noch eine bestimmte Seite die das damals besser zusammengefasst hatte. 🤔
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#13

vor 8 Monaten

Punkt 9.0 bitte streichen der Bergmann Kram ist überholt
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#14

vor 8 Monaten

Hammer Beitrag!
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#15

vor 8 Monaten

Sehr geehrter Herr Professor Doktor Roliok,
Dank für diese Ausarbeitung!👏

Da stecken etliche Stunden Hirnschmalz drin.
Deine Gedankengänge sind schlüssig und decken sich mit meiner Auffassung.
Fachlich ist dem nicht viel hinzuzufügen es sei denn man will wirklich ins technische Detail, was den als Zielgruppe deklarierten Anlager sicherlich überfordern würde.

Ich abonniere an dieser Stelle schon mal die Fortsetzung....😍
Wer IOTA´s nachmacht oder verfälscht, oder sich nachgemachte oder verfälschte IOTA´ s verschafft und in Verkehr bringt, wird mit Geldstrafe nicht unter zwei Bitcoin bestraft.
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#16

vor 8 Monaten

Großes Lob an dich! Ich habe deinen Beitrag mal diversen IOTA interessierten geschickt. Vielen Dank für dein Meisterstück 👍🏼👏chapeau 🎩
IOTA macht süchtig
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#17

vor 8 Monaten

Tolle Ausarbeitung!!!

Vielen Dank dafür.
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#18

vor 8 Monaten

Richtig Klasse geschrieben! Ich würde die hunderte Likes geben, wenn ich könnte! :) 
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SplinterTM
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#19

vor 7 Monaten

Chapó!  Bild
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#20

vor 7 Monaten

Lieber Roliok, 
ich komme erst jetzt dazu. Wirklich beeindruckend mit welcher Fülle und Aspekte du hier alles zusammengetragen hast. allen respekt und Wertschätzung für deine Mühen. vom aller Feinsten! Danke natürlich auch  an unseren Lieblings IOTAJünger;)
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